Die Automationsabteilung von COMBER entwickelt und produziert Steuer- und Regelsysteme, welche spezifisch den Anforderungen des Marktes angepasst wurden und somit für die optimale Steuerung von COMBER Anlagen geeignet sind.

In enger Zusammenarbeit der Fachleute in der Automation, der Verfahrenstechnik, der Konstruktion und der Fertigung wurden technisch ausgereifte und ausgiebig getestete Systeme entwickelt. Obwohl konstruktiv wie funktionell vorwiegend für Prozessanlagen ausgelegt, ermöglichen diese Systeme die effiziente Steuerung des Filtrations- und Trocknungsprozesses sowohl in Produktions- wie auch in Pilot- oder Laboranlagen.

Modulare und ausbaubare Systeme deren Leistung und Funktionalität den kundenspezifischen Anforderungen wie auch dem Stand der Technik entsprechen. Bei Bedarf können auch Systeme geliefert werden, deren Grad der Automation zu einem späteren Zeitpunkt progressiv erhöht werden kann.
Die Leistung eines Automationssystems ist abhängig vom Arbeitsumfeld der Steuerung, d.h. ob der Leistungsumfang auf eine einzige, autonome Produktionseinheit limitiert ist oder sich auf eine komplette Produktionsanlage ausdehnt und dem Grad der Automation, d.h. ob der Prozess manuell, halbautomatisch oder automatisch gesteuert werden soll. Mit COMBER Automationssystemen werden folgende Anforderungen erfüllt.
Aktive und passive Sicherheitsvorrichtungen, für den Schutz des Bedienpersonals, der Produktionsanlage und des Prozesses
Dynamische Anpassung von Verriegelungen an besondere Arbeitsprozesse wie z.B. für Wartungsinspektionen oder manuelles CIP.
Automatische Durchführung von Befehlsabläufen, zur Ausführung der Maschinenfunktionen in korrekter Reihenfolge.
Optimale Ansteuerung der Hydraulikeinheit und Hilfsfunktionen
Funktionssteuerung und Überwachungkontrolle des Rührers (u.a. mit Begrenzung der Rührerabsenkung wenn die Stromaufnahme des Antriebs einen vorgegebenen Sollwert überschreitet).
Erweiterung der Steuerung auf die Heiz-/Kühlaggregate, Vakuumgruppe und Prozessparameter, um eine vollständige Automation der Produktionszyklen zu ermöglichen, z.B. mit Intertisierung, Dichtheitskontrolle, Filtrieren, Aufschlämmen, Waschen, Trocknen, bis zum Entleeren.
Verwaltung der Alarme und die damit notwendige Aktivierung von Sicherheits-Verriegelungen.
Systematische Registrierung der Prozess- und Produktions-Parameter, der manuellen Eingaben, Alarme etc. für die spätere Auswertung der Daten und auch zur Validierung des Prozesses.
Statistische Auswertung der Produktionszyklen zu Wartungszwecken (Betriebsstunden der Anlage und Hinweise zur Beanspruchung einzelner Maschinen-Komponenten)
Vergleich der aktuellen Prozess Parameter mit Referenzwerten für die automatische Erkennung kritischer Abweichungen.

Die COMBER Automationsysteme basieren auf unterschiedlichen Systemen (SPS, PC und PLS, auch in redundanter Konfiguration), um den jeweiligen Anforderungen entsprechen zu können sowie um die Integration der Anlagensteuerung in vorhandene Steuersysteme gewährleisten zu können. Die Schnittstellen in den Bereich gefährdeter Zonen erfolgen mittels eigensicheren Stromkreisen, potentialgetrennt über zertifizierte Trenn-Übertrager, welche für die Installation in Ex-gefährdeten Räumen bis Zone 0, Division 1 (Schutzart bis [Eex ia] IIB T4, [Eex ia] IIC T4) geeignet sind.


Eine Ausführung in Schutzart Eex p (interner Überdruck) kann für bestimmte Anwendungen zum Einsatz gelangen. Edelstahl Bedienterminals in mindestens Schutzart IP 65 (NEMA 4X) können direkt an der Anlage angebaut bzw. aufgestellt werden und sind in einem ergonomischen, CIP-orientierten Design ausgeführt. Für sterile Anwendungen sind geeignete Ausführungen verfügbar. Die verwendeten Bauteile entsprechen internen Qualitäts- und Auswahlkriterien entsprechend den Anforderungen des Marktes. Kundenspezifische Ausführungen nach Absprache.

Die COMBER-Automationssysteme, ausgestattet mit dem CE-Zeichen, entsprechen den Richtlinien für Maschinensicherheit 89/392/EWG (und anschliessenden Änderungen) und den entsprechenden Normen für Steuerschränke. Ausführung entsprechend anderer Normen nach Absprache.

Die zur Entwicklung der operativen Ablaufsequenzen angewandte Methodik analysiert die durch die verfügbaren Ausrüstungen möglichen und durch die Anlage auszuführenden Funktionen, des weiteren zusätzlich Vorgänge, die mit der Anlage optimiert werden können. Dieses Vorgehen, welches im Wesentlichen das Referenzmodell für Chargenprozesse nach Standard NAMUR NE33 und ANSI/ISA SP 88 nachvollzieht, resultiert in einer modularen und flexiblen Software mit reduzierter Komplexität.

Die Implementation erfolgt unter Verwendung fortschrittlicher, integrierter Entwicklungswerkzeuge entsprechend IEC 1131-3 Standards in Kombination mit der Anwendung mehrfach getesteter und optimierter Lösungen von ausgelieferten COMBER Produktions- und Pilotanlagen.

Simulations- und Prüfausrüstungen ermöglichen ein umfassendes, prozessnahes Testen der Software. Damit kann der allfällige Zusatzaufwand bei der Inbetriebsetzung der Anlage auf ein Minimum reduziert werden.

Durch Beachtung der Good Engineering Practices entsprechen COMBER Steuersysteme den GAMP Anforderungen, den cGMP Regeln und den FDA Validierungs-Vorgaben für Computer related Systems Validation.

Die technische Dokumentation sowie die Prüfprotokolle können entsprechend kundenseitiger Protokollformate und Validierungs-Vorgaben erstellt werden und sind nützlich in der Durchführung der Qualifikation (Design Qualification, Installation Qualification, Operational Qualification, Performance Qualification).

Die COMBER Automatisationsabteilung arbeitet nach den Vorgaben von UNI EN ISO 9001. Die COMBER Steuersysteme sind CE zertifiziert.